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Spazierrunde Appener Feldmark - Knick

Knick und Knickpflege

Landschaftstypische Knicks erfüllen gleiche mehrere Zwecke

Knicks

An den Seiten des Weges sind sogenannte ‚Knicks’ zu sehen. Im 19. Jahrhundert dienten diese der Abgrenzung der Koppeln und dem Schutz der Äcker vor dem Weidevieh. Der Boden wurde zu Wällen aufgeschaufelt, mit Jungpflanzen bepflanzt, welche dann ‘geknickt’ (verflochten) wurden. So entstand ein undurchdringlicher Zaunersatz. Heute bieten naturnahe Knicks Lebens- und Fortpflanzungsraum für die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Dabei profitiert die Tier- und Pflanzenwelt von dem typischen dreischichtigen Aufbau: Der Erdwall, bewachsen mit Moosen, Kräutern und Farnen bildet die unterste Etage. Unter der sogenannten Strauchschicht darüber finden zahlreiche Kleinsäuger und Vögel Versteck-, Nahrungs- und Nistmöglichkeiten. Typische Gehölze sind Hasel, Schlehe, Weisdorn, Hainbuche, Heckenrose und Brombere, welche wind- und blickdicht sind und somit umliegende Felder vor unerwünschtem Erdabtrag schützen. In regelmäßigen Abständen ragen die sogenannten Überhälter heraus: Ältere Bäume, welche Schatten spenden und größeren Vögeln und Raubvögeln als Ansitz dienen.

Knickpflege

Alle 10 - 15 Jahre werden Knicks "auf den Stock gesetzt“/"geknickt”; daher die Stockausschläge tief unten abgesägt. Nach dem Schnitt treiben die Gehölze an den Stubben wieder aus, wachsen dicht hoch und erfüllen so ihre Funktionen als Windbremse, Brutplatz für Vögel und Nahrungsquelle für viele Tierarten.  Diese Pflegemaßnahme ist im Sinne des Vogelschutzes zwischen dem 01. Oktober und dem 28. Februar zulässig. Wird auf das Knicken jedoch verzichtet, wachsen die Gehölze zu Bäumen mit Kronen und die unteren Abschnitte verkahlen. Der Knick würde seine Funktionen als spezifischer Lebensraum und als Schutz vor Wind und Eindringlingen verlieren. Eine Pflege ist also notwendig und die Pflanzen treiben sicher wieder aus!

Wir sehen uns an der nächsten Station, wo ein neuer QR-Code Interessantes verbirgt!