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Haseldorfer Binnenelbe

Das Naturschutzgebiet...

Haseldorfer Binnenelbe und Elbevorland ist mit einer Größe von ca. 2.160 ha eines der größten Naturschutzgebiete Schleswig-Holsteins. Innerhalb des Regionalparks liegt das zum NSG gehörende Süßwasserwatt, im Frühjahr und Herbst Rastgebiet für Zehntausende von Zugvögeln.

Rastgebiet für Gänse und Enten

Herausragende Bedeutung hat das Gebiet auch heute noch für Zehntausende von Rast- und Zugvögeln, die im Herbst und Frühjahr auf ihrem Zug hier einkehren, wie z.B. für Bläss-, Weißwangen-, Grau- und Saat-
gans. Aber auch für Zwerg- und Singschwan sowie für Krick-, Spieß- und Pfeifente stellen die Süßwasserwatten bei Fährmannssand und Bishorst und die Grünlandwiesen ein Rastzentrum von nationaler bzw. internationaler Bedeutung dar. Entsprechend der internationalen Bedeutung als Knotenpunkt im afro-arktischen Vogelzug ist das Gebiet Teil des kohärenten Schutzgebietssystems NATURA 2000. Seit 1992 hat der NABU die Betreuung des Naturschutzgebietes übernommen. Naturräumliche Besonderheiten, Naturschutzziele und Verständnis für die Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen sollen Besuchern und Anwohnern u.a. durch das Elbmarschenhaus (Integrierte Station Unterelbe) und das NABU-Naturzentrum in Haseldorf sowie die NABU Vogelstation Wedeler Marsch vermittelt werden.

Durch die Dynamik der Elbe entstanden

Die Entstehung unserer heutigen Marschlandschaft ist geprägt durch die Dynamik der Elbe. Die Elbe hat im Laufe der Zeit ständig ihren Lauf verlagert - noch vor wenigen Jahrhunderten war die Hasel-
dorfer Binnenelbe das Hauptstrombett der Elbe. Durch das Absetzen von Schwebstoffen (Sedimentation) als Folge von Ebbe und Flut entstand die nährstoffreiche Marsch. Es bildeten sich vielfältige, einmalige Lebensräume, wie zum Beispiel die Süßwasserwatten, die als Sand- oder Schlickwatten ausgeprägt sind. Die Schlickwatten sind mit spezialisierten Klein- und Kleinstlebewesen dicht besiedelt, die die Nahrungs-grundlage für Tausende von Zugvögeln darstellen. Watt, Flussarme und Priele der Elbe werden zweimal am Tag vom Wasser überflutet und fallen wieder trocken. Auf den höher gelegenen, verlandenden Wattbereichen entwickeln sich Binsen- und Schilfröhrichte.

Am Fuße des Falkensteins liegt das ehemalige Pumpwerk des 1859 erbauten Altonaer Wasserwerks. Ergänzt wurde das Pumpwerk durch zwei Absetzbecken, von denen man das Elbwasser bis in die 1960er Jahre zum Wasserwerk auf dem Baursberg pumpte. 2010 öffnete die Stadt im Zuge einer Ausgleichsmaßnahme das östliche Becken zur Elbe. Das westliche Becken bleibt als Laichgewässer für eine der größten Hamburger Erdkrötenpopulationen erhalten.