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Spazierrunde - Geesthang

Stopp Geesthang

Geesthang – Ufer des Ur-Stroms

 

Der Geesthang ist hier gut durch das Gefälle der Straße erkennbar und ermöglicht einen idealen Weitblick auf Marsch und Deich. Der Hang zieht sich entlang des hohen Elbufers in Wedel und Rissen bis hin zum Altonaer Balkon mit Blick auf den Hamburger Hafen.

Aber wie ist der Geesthang entstanden? Die hiesige Region ist stark von den letzten beiden Eiszeiten geprägt. Während der Saale-Eiszeit vor rund 100.000 Jahren schoben sich Gletscher aus Skandinavien südwärts und Gesteinsmaterial vor sich her. Es entstand eine wallartige Aufschüttung (Moräne) mit vorgelagerten, flacheren Sanderflächen und einem breiten Urstromtal, das vom Schmelzwasser des Gletschers genährt wurde. Der heutige Geesthang ist somit eine Moräne, die das damalige Urstromtal mit seinem breiten „Strand“ begrenzte.

Die spätere Weichsel-Eiszeit erreichte die Region nicht mehr direkt, hatte aber dennoch klimatische Auswirklungen. Vor etwa 10.000 Jahren bliesen starke Stürme den Sand aus dem kargen Urstromtal parallel zum Fluss auf. Im Westen Hamburgs entstanden dabei in der Geest bei Holm und Wittenbergen mächtige Dünen und die bekannten Heidelandschaften.

Die Geest steht somit im Kontrast zur niedriger gelegenen Marsch, die erst später durch regelmäßige Überflutung entstand. Der Begriff „Geest“ leitet sich vom altfriesischen „gêst“ oder „gâst“ ab, das steht für trocken.