Hintergründe

Seit den 1990er Jahren verbinden Regionalparks in Deutschland Ballungszentren mit ihrem Umland. Vorreiter der Entwicklung ist der Emscher Landschaftspark im Ruhrgebiet. Hier entstanden auf ehemaligen Industrieflächen Parklandschaften mit einem breiten Angebot an Freizeit- und Kulturangeboten. Die Attraktivität des Ballungsraums verbesserte sich maßgeblich. Weitere Regionalparks entstanden in der Umgebung von Berlin, Frankfurt und Saarbrücken.

Nachhaltige Landschaftsentwicklung

Regionalparks sind Instrumente der Regionalplanung für ein landschaftsbezogenes Regionalmanagement in Stadtregionen. Sie sollen die Belange des Freiraums gegenüber Wohnungsbau oder Gewerbeentwicklung stärken. Die Sicherung und Aufwertung der regionalen Freiräume erfolgt im Sinne einer nachhaltigen Landschaftsentwicklung. Regionalparks sind freiwillige, übergemeindlich organisierte Entwicklungsvorhaben und erlangen keinerlei Rechtsstatus. Die traditionellen Plan- und Beteiligungsverfahren bleiben bestehen.

Regionalparks in der Metropolregion

Auch für die Metropolregion Hamburg ist die Einrichtung von Regionalparks eine attraktive Option. Neben dem Regionalpark Wedeler Au im Westen Hamburgs ging 2009 der Regionalpark Rosengarten im Landkreis Harburg an den Start. Die beiden Regionalparks wollen in Zukunft eng zusammenarbeiten. Weitere Regionalparks sind in der Planung. Erste Erfahrungen zeigen, dass innovative Regionalparkkonzepte und Projekte die interkommunale Zusammenarbeit in der Metropolregion stärken können.