Klövensteen

Nördlich von Rissen, zwischen Feldmark und Pinneberger Stadtwald liegen die Waldflächen des Klövensteen. Mit 513 ha ist er eines der größten Waldgebiete Hamburgs, das sich bis in die schleswig-holsteinischen Gemeinden Wedel, Appen und Pinneberg erstreckt.

Von der Heide zum Forst

Die Aufforstung des weitläufigen Heide- und Dünengebiets begann Anfang des 18. Jahrhunderts. Trotzdem sind die meisten Bestände nur um die 60 Jahre alt, einige aber auch 100 Jahre und älter. Vorherrschende Baumarten sind bis heute Kiefer und Fichte, denen Lärche und Douglasie beigemischt sind. Aber auch einige Buchen- und Eichenbestände sind vorhanden. Bemerkenswert sind eine Buchen-Altholzparzelle östlich des Forstamtes und der über 150 Jahre alte Eichenbestand südlich von Waldenau. Waldvögel wie Kleiber, Waldbaumläufer und Waldlaubsänger, aber auch seltenere Arten wie Schwarzspecht und Uhu leben hier. Einen besonderen Naturreiz des Klövensteens bietet der Wechsel von Dünen und vermoorten Senken, in denen neben Birken und Erlen, auch Wollgras und Torfmoose wachsen. Nasse, ungestörte Lichtungen bieten Brutplätze für den Kranich, der seit einigen Jahren wieder im Gebiet brütet. Die Teiche im Klövensteen entstanden durch Menschenhand. Sie wurden als Fischteiche oder Feuerlöschteich angelegt.

Naturnahe Bewirtschaftung

Die Flächen des Staatsforstes sind vorrangig Erholungswaldes, auf denen die Holznutzung eine nachgeordnete Rolle spielt. Die Privatwaldflächen werden hingegen auch wirtschaftlich genutzt. Damit sich die Bestände zu artenreichen und naturnahen Mischwäldern entwickeln, müssen Laubgehölze nachwachsen. Die sogenannte Verjüngung fördert der Förster durch Auflichtung der Bestände. Findet sich die Naturverjüngung der Laubgehölze zu zögerlich ein, pflanzt er Buchen oder Eichen. Da Rehe gern die Triebspitzen abfressen, müssen die jungen Gehölze mit einem Wildschutzzaun geschützt werden.


Bewirtschaftung und Informationen:
Forstamt Klövensteen
25482 Appen-Etz
Telefon: 04101/ 69 32 01
www.forst-kloevensteen.de